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Stefan Groth ist Kulturanthropologe und arbeitet an einem Projekt zu Mitte und Mittelmaß. Seine Forschungsschwerpunkte sind: normative Dimensionen von Alltagskultur, sprachanalytische Ansätze, politische Anthropologie, Kulturerbe und kulturwissenschaftliche Sportforschung. Er ist Oberassistent am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich und leitet das Labor Populäre Kulturen.

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Groth:2017ab
Groth, Stefan, und Regina F. Bendix. 2017. „Culture as a Flexible Concept for the Legitimation of Policies in the European Union“. In The Routledge Companion to Cultural Property, herausgegeben von Haidy Geismar und Jane Anderson, 315–38. London: Routledge. (Details →)
Krahn:2017aa
Krahn, Yonca, und Stefan Groth. 2017. „Sport und Sinne: Eine Hinführung“. In Kulturen der Sinne. Zugänge zur Sensualität der sozialen Welt, herausgegeben von Karl Braun, Claus-Marco Dieterich, Thomas Hengartner, und Bernhard Tschofen, 462–67. Würzburg: Königshausen und Neumann. (Details →)
Groth:2017ad
Groth, Stefan. 2017. „Subjektiver Sinn, objektive Indikatoren? Zum Verhältnis von Wahrnehmung und Vermessung im freizeitsportlichen Rennradsport“. In Kulturen der Sinne. Zugänge zur Sensualität der sozialen Welt, herausgegeben von Karl Braun, Claus-Marco Dieterich, Thomas Hengartner, und Bernhard Tschofen, 481–91. Würzburg: Königshausen und Neumann. (Details →)

What Do Ethnologists Do?

SIEF-Video

8. November 2017

What Do Ethnologists Do?

SIEF-Video
8. November 2017
Tags: SIEF video media

Die Société Internationale d´Ethnologie et de Folklore (SIEF) hat im Rahmen des Göttinger Kongresses ein neues Video gedreht, in dem SIEF-Mitglieder – unter anderem auch ich – die Vielseitigkeit unseres Fachs beschreiben:

Filmed at the SIEF2017 conference in Göttingen, this three and a half minute long film, entitled ‘What do ethnologists do?’ comprises SIEF members sharing their views on what distinguishes ethnology from other disciplines, and what ethnologists can actually do to tackle the challenges of the contemporary world. We hope you find the film inspiring and interesting.

Tags: SIEF video media

Vernetzt, entgrenzt, prekär?

Arbeit im Wandel und in gesellschaftlicher Diskussion – kulturwissenschaftliche Perspektiven

1. November 2017 Call for Papers als PDF

Vernetzt, entgrenzt, prekär?

Arbeit im Wandel und in gesellschaftlicher Diskussion – kulturwissenschaftliche Perspektiven
1. November 2017
Tags: DGV Arbeitskulturen Call for Papers Workshop

Call for Papers als PDF

18. Arbeitstagung der dgv-Kommission Arbeitskulturen

Call for Papers, dgv-Arbeitskulturen 2018, Zürich. 18. Arbeitstagung der dgv-Kommission Arbeitskulturen, 13. bis 14. September 2018

Die dgv-Kommission Arbeitskulturen hat wertvolle Perspektiven zu unterschiedlichen Bereichen der Arbeitswelt beigesteuert, etwa zu den Themen kognitiver Kapitalismus, Informatisierung, Subjektivierung, Prekarisierung, Entgrenzung oder Ästhetisierung von Arbeit. 20 Jahre nach ihrer Neuformierung will die kommende Tagung gezielt unterschiedlichste Themenfelder aus dem Kontext ethnografisch informierter Arbeitsforschung sammeln und wendet sich damit explizit auch an NachwuchswissenschaftlerInnen im Fach, sich mit ihren Forschungen einzubringen.

„Arbeit“ wird in der Gegenwart breit diskutiert, insbesondere mit Blick auf sich verändernde Modalitäten der Arbeit vor dem Hintergrund von Digitalisierungs- und Flexibilisierungsprozessen. AkteurInnen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern mit divergierenden Interessen verhandeln die sozialen bzw. sozioökonomischen Implikationen und technischen Seiten des Wandels: Debatten über Mindestlohn, 5-Stunden-Tag, bedingungsloses Grundeinkommen, Rente mit 70, Robotisierung oder Industrie 4.0 verweisen auf komplexe Verhandlungsfelder. Die europäisch-ethnologische Forschung kann zur gesellschaftlichen und historischen Verortung dieser Themen wertvolle empirische Perspektiven beisteuern.

Die kommende Arbeitstagung der Kommission Arbeitskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde will die gegenwärtigen kulturwissenschaftlich-ethnografischen Forschungs- und Vermittlungsarbeiten zum Themenfeld Arbeit zusammentragen. Die Tagung fragt dezidiert nach der Perspektive von AlltagsakteurInnen auf die Veränderungen von Arbeit und nach den gesellschaftlichen Verhandlungen zu gegenwärtigen Prozessen der Digitalisierung und Vernetzung, Entgrenzung, Migration oder Prekarisierung.

ForscherInnen aller Qualifikationsstufen aus den kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen, ggf. auch mit anwendungsorientiertem Hintergrund, die AkteurInnen, Praxen und Entscheidungen ins Zentrum ihrer Forschungen zum Wandel der Arbeit stellen, sind herzlich eingeladen, empirische Beiträge einzureichen, die sich mit einem der folgenden – oder weiteren einschlägigen – Themen beschäftigen:

Alltagsperspektiven – soziale Implikationen entgrenzter Arbeit

Welche gegenwärtigen Veränderungen von Arbeitsprozessen und damit zusammenhängende soziale und institutionelle Implikationen lassen sich beobachten? Wie deuten und gestalten AkteurInnen Subjektivierungs-, Flexibilisierungs-, Prekarisierungsprozesse? Welchen Einfluss haben dabei Prozesse der Digitalisierung und Liberalisierung, beispielsweise auf Landwirtschaft, gewerbliche Arbeit, Leiharbeit oder Handwerk? Wie lassen sich Diskussionen über Digitalisierung und Industrie 4.0 untersuchen? Welche methodischen Herausforderungen an eine empirische Kulturwissenschaft sind damit verbunden?

Verlagerungen von Arbeit, Arbeitsmigration und soziale Bewegungen

Welche Rollen spielen im Kontext solcher Transformationen Prozesse von Offshoring, Nearshoring, Onshoring und Outsourcing, „erwünschte“ und „unerwünschte“ Arbeitsmigration in Europa, die (Nicht-)Formierung sozialer (Protest-)Bewegungen und die Diskussion von Alternativmodellen? Wie kann eine empirisch-kulturwissenschaftliche Perspektivierung von Prozessen des Wegfallens und der Verlagerung von Arbeit im Rahmen von Informatisierung und Digitalisierung aussehen?

Leitbilder, Unternehmenskulturen, Zukunftsszenarien

Welche Berufsbilder werden verschwinden, welche entstehen? In welchen gesellschaftlichen Paradigmen, Leitbildern und Unternehmenskulturen (Arbeitskraftunternehmer, Projektmanager & Co.) spiegeln sich diese Prozesse? Welche ethnografisch zu greifenden euphorischen und skeptischen Zukunftsentwürfe gibt es für die Arbeit, ihre Regulierung und Besteuerung? Wie wird der sozialstaatliche Umgang mit solchen Transformationsprozessen visioniert, durch die eine Vielzahl von Arbeitsplätzen wegfällt (Stichwort Grundeinkommen)? Mit welchen normativen Diskussionen über Motivationen, Gerechtigkeit oder Gleichheit sind diese Entwicklungen verbunden? Wie lassen sie sich empirisch fassen, wie kulturanthropologisch deuten?

Musealisierung von Arbeit: Transdisziplinäre Perspektiven

Welche Beispiele für aktuelle Ausstellungen und Vermittlungsaktivitäten gibt es zum Thema? Welche Schwerpunkte haben sie? Welche Kooperationsformen und -partnerschaften zeigen sich? Welche Disziplinen und Praxisfelder haben ein Interesse daran, gegenwärtigen Wandel in der Arbeitswelt zu untersuchen? Inwiefern kann die Empirische Kulturwissenschaft/Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie/Volkskunde eine vermittelnde, kritische, doch auch kreative Rolle spielen?

Desiderata und „blinde Flecken“

Wo liegen die Grenzen europäisch-ethnologischer Forschungsperspektiven und Herangehensweisen? Gibt es bestimmte disziplinäre „blinde Flecken“, die dazu führen, dass bestimmte Fragen ausgeschlossen werden? Welche theoretischen und methodischen Zugänge lassen sich entwickeln, um diese Leerstellen zu erschließen?

Deadline 31.01.2018

Wir bitten um Einreichung von unveröffentlichten Beiträgen, die auf empirischer Forschung basieren; eine Publikation der Beiträge ist geplant. Bitte reichen Sie einen Themenvorschlag mit einem kurzen CV (insgesamt maximal eine Seite) bis zum 31. Januar 2018 bei den OrganisatorInnen ein.

Organisation

Dr. Stefan Groth (Universität Zürich, stefan.groth@uzh.ch)
Dr. Sarah May (Universität Freiburg, sarah.may@mail.kaee.uni-freiburg.de)
Dr. Johannes Müske (Deutsches Museum München, johannes.mueske@uzh.ch)

Veranstalter

Universität Zürich, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft – Populäre Kulturen und Kommission Arbeitskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (www.dgv-arbeitskulturen.de). In Kooperation mit Collegium Helveticum, Zürich; museum schaffen, Winterthur; Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kontakt

Stefan Groth, ISEK – Populäre Kulturen, Universität Zürich
Tel. +41 44 634 92 96
E-Mail: stefan.groth@uzh.ch
www.isek.uzh.ch

Tags: DGV Arbeitskulturen Call for Papers Workshop

Zusammenarbeit(en)

Praktiken der Koordination, Kooperation und Repräsentation in kollaborativen Prozessen

1. November 2017 Call for Papers Programm / Book of Abstracts

Zusammenarbeit(en)

Praktiken der Koordination, Kooperation und Repräsentation in kollaborativen Prozessen
1. November 2017
Tags: Workshop Kollaboration Kooperation Transdiziplinarität Artistic Research

Call for Papers
Programm / Book of Abstracts

Workshop, 5. und 6. Oktober 2017, Universität Zürich und Collegium Helveticum

Veranstalter: Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft, Populäre Kulturen, Universität Zürich (Dr. Stefan Groth, stefan.groth@uzh.ch); Collegium Helveticum von ETH Zürich, Universität Zürich und Zürcher Hochschule der Künste (Dr. des. Christian Ritter, ritter@collegium.ethz.ch)

Kollaborative Prozesse werden meistens von ihren Ergebnissen her gedacht und beurteilt, während das Prozesshafte selbst nur selten in den Blick genommen wird. Unsichtbar bleiben dabei die (versteckten) Strukturen und Bedingungen, unter denen sich kollaborative Prozesse konstituieren und durchgeführt werden. Dies betrifft im Besonderen die verinnerlichten Regelsysteme, symbolischen Ordnungen, Wissenshierarchien und Objektivationen, die innerhalb von Kollaborationen (implizit oder explizit) affirmiert und weiter ausgehandelt werden.

Die konkreten Praktiken und Prozesse, die beim Zustandekommen, der Durchführung aber auch bei der Repräsentation von kollaborativen Arrangements eine Rolle spielen, sind bislang jedoch nicht systematisch untersucht worden. Der Workshop versammelt daher Perspektiven aus der Empirischen Kulturwissenschaft / Europäischen Ethnologie und benachbarten Disziplinen, die sich mit solchen gegenwärtigen kollaborativen Prozessen befassen. Im Zentrum stehen Beiträge, welche die eigenen Arbeitsformen und Erfahrungen in Bezug auf inter- und transdisziplinäre Kollaboration reflektieren, wie auch solche, die sich mit der Erforschung von Formen der Kollaboration befassen.

Dabei geht es um Fragen nach der (spontanen oder gerichteten) Emergenz und Aushandlung von Koordinations- und Kollaborationsformen, nach den Schnittstellen zwischen künstlerischem und wissenschaftlichen Arbeiten oder zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die konkreten Aushandlungsprozesse, in denen Modi der Zusammenarbeit, Wissenshierarchien, Begrifflichkeiten und Definitionen, Arbeitsteilungen, Koordinations- und Abstimmungsmechanismen, die Teilung von Profiten / Prestige, Zieldefinitionen u. a. ausgearbeitet und umgesetzt werden, sollen im Rahmen des Workshops zum Thema gemacht werden.

Keynotes von Prof. Dr. Klaus Schönberger (Klagenfurt) und Prof. Dr. Jörg Niewöhner (Berlin). Uraufführung des Dokumentarfilmes «Schleudertrauma» (Oliver Becker, Torsten Näser, 2017). Während der Tagungsdauer ist die künstlerisch-ethnografische Ausstellung «Mit Kopfhörern unterwegs» zu Gast im Erdgeschoss des Collegium Helveticum.

Tags: Workshop Kollaboration Kooperation Transdiziplinarität Artistic Research