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Dr. Stefan Groth

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Stefan Groth

Stefan Groth ist Kulturanthropologe und arbeitet zu normativen Dimensionen von Alltagskultur, zur Verbindung von Kultur- und Sozialtheorie, zur kulturwissenschaftlichen Innovationsforschung und zu alltagskulturellen Dimensionen des Breitensports. Er ist Oberassistent an der Abteilung Populäre Kulturen, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich und Leiter des Labors Populäre Kulturen.


Workshop-Ankündigung: Studying Micro-Practices in (International) Institutions: Chances and Limitations of Theory-Building

09.11.2015 · Kommentare · Tags: news, events

Am 26. und 27. November findet in Duisburg der von Katja Freistein, Alejandro Esguerra und mir organisierte und vom Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) ausgerichtete Workshop “Studying Micro-Practices in (International) Institutions: Chances and Limitations of Theory-Building” statt (Workshop-Programm als PDF). Nachfolgend der Ankündigungstext:

What constitutes international institutions? What is their fabric, how do they operate, and how are they socially constructed? While different disciplines have grappled with these questions and offer theories of different range to account for the social characteristics and operations of international institutions, organisations and their actors, many of these theories are fraught with conceptual premises and prior assumptions that may or may not correspond to empirical observations. Particularly International Relations have made sense of international institutions by relying on large-scale theories that translate assumptions about global order to the institutional settings of international organisations. But what if we attempt to reconceive of world order and international institutions from the perspective of micro-analysis? Can we theorise this macro-order as both a product of and being endogenous to micro-situations? Vice versa, what is the reach of micro-analytic observations and ethnographic approaches vis-à-vis phenomena we consider to be situated on the macro-level? These questions can – and should – be posed from an interdisciplinary vantage point. This workshop brings together a multi-disciplinary set of tools, ideas and research-practices in order to inquire into institutional micro-practices and to reflect on the potentials and limits of abstraction from ethnographic or linguistic observations. Our common aim is to reflect on the chances and challenges of building theories based on micro-analysis. Participants are invited to introduce their assumptions and theoretical heuristics when practicing empirical research and theorising their work. The workshop is organised by Alejandro Esguerra, Katja Freistein (both Centre for Global Cooperation Research, University of Duisburg-Essen), and Stefan Groth (Bonn University).

Neue Publikation: Situierte Knappheit: Kooperative und normative Dimensionen des Umgangs mit begrenzten Ressourcen

09.11.2015 · Kommentare · Tags: news, publications

Mein Artikel „Situierte Knappheit: Kooperative und normative Dimensionen des Umgangs mit begrenzten Ressourcen“1 ist soeben im Sammelband „Knappheit, Mangel, Überfluss: Kulturwissenschaftliche Positionen zum Umgang mit begrenzten Ressourcen“ (hrsg. von Markus Tauschek und Maria Grewe) im Campus-Verlag erschienen.


  1. Groth, Stefan (2015): Situierte Knappheit: Kooperative und normative Dimensionen des Umgangs mit begrenzten Ressourcen. In: Tauschek, Markus/Grewe, Maria (Hrsg.): Knappheit, Mangel, Überfluss: Kulturwissenschaftliche Positionen zum Umgang mit begrenzten Ressourcen. Frankfurt am Main. S. 57–80. (Details

Vortrag: „Kein sichereres Mittel existirt zur Abwehr von allem Lupengesindel“: Zur Technisierung und Legitimierung von Sicherheits- und Kontrollregimen um 1900.

20.10.2015 · Kommentare · Tags: news, events

Am 6. November werde ich im Rahmen der interdisziplinären Tagung „Der Alltag der (Un)Sicherheit. Ethnographisch-kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Sicherheitsgesellschaft“ in Graz einen Vortrag zum Thema „,Kein sichereres Mittel existirt zur Abwehr von allem Lupengesindel‘: Zur Technisierung und Legitimierung von Sicherheits- und Kontrollregimen um 1900“ halten. Die Tagung des Instituts für Volkskunde und Kulturwissenschaft der Universität Graz wird organisiert von Alexandra Schwell (Wien) und Katharina Eisch-Angus (Graz). Nachfolgend mein Abstract:

Mit der Emergenz hochrationalisierter und technisierter Abläufe industrieller Produktion im ausgehenden 19. Jahrhundert lässt sich eine Ausweitung von Sicherheits- und Kontrollmechanismen auf weite Bereiche des Alltages beobachten. Über die Bindung von Fabrikarbeitern an Unternehmen, wie sie durch die Errichtung von Arbeiterkolonien oder die Gründung von Wohlfahrtseinrichtungen vollzogen wird, erweisen sich Wohnen, Freizeit oder gewerkschaftliche Organisation zunehmend als Bereiche, die den Kontroll- und Sicherheitsregimen der Arbeitssphäre unterworfen sind. In dieser Konstellation treffen technische Erweiterungen von Kontroll- und Schutzmöglichkeiten auf Legitimitierungsdiskurse, die sich aus unterschiedlichen Motiven speisen und die Rechtfertigung einer Ausweitung und Veralltäglichung des Sicherheitsdispositivs bereits in einer historisch frühen Phase bedienen. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Krupp’schen Stahlfabriken und Arbeitersiedlungen um 1900 im Ruhrgebiet die Vielschichtigkeit und Konfiguration von Sicherheits- und Kontrollregimen, die historische Verknüpfung von Sicherheits-, Kontroll- und Wohlfahrtsdispositiven sowie deren Verbindungen zu gegenwärtigen Diskussionen auf.

Vortragsreihe 2015/2016: Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde, Bonn

08.10.2015 · Kommentare · Tags: news, events

Flyer Vortragsreihe Bonn

Die Vortragsreihe der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn startet im Wintersemester 2015/2016 am Mittwoch, 28.10.2015. Hier alle Termine:

  • Mittwoch, 28.10.2015, Dr. Maria Schwertl (Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie, Ludwig-Maximilians-Universität München), „Migration als soziale Bewegung. Einige Anmerkungen aus Perspektive der ethnographischen Migrations- und Grenzregimeanalyse“
  • Mittwoch, 18.11.2015, Prof. Dr. Eva Youkhana (Zentrum für Entwicklungsforschung, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), „Soziale Bewegungen und Protest im spanischen Krisenszenario“
  • Mittwoch, 9.12.2015, Dr. Jan-Erik Steinkrüger (Geographisches Institut, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), „Thematisierte Welten. Über Weltversionen in Themenparks“
  • Donnerstag, 28.01.2016, Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten (Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde, Christian-Albrechts-Universität Kiel), „Ländlichkeit als sinnliche Erfahrung - Zu einem Wahrnehmungsparadigma der Moderne“

Alle Vorträge finden von 18:15-19:45 Uhr im großen Übungsraum im EG, Am Hofgarten 22, 53113 Bonn statt. Es handelt sich um öffentliche Abendvorträge, Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Vortragsreihe wird unterstützt durch die Bonner Gesellschaft für Volkskunde und Kulturwissenschaften (BGVK) und die Fachschaft Kulturanthropologie.

Seminare im Wintersemester 2015/2016: Kulturerbe und Projektseminar (Bonn)

01.10.2015 · Kommentare · Tags: news, teaching

Im Wintersemester 2015/2016 unterrichte ich an der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn folgende zwei Kurse (Kursbeschreibungen sind verlinkt):

  1. Kulturerbe und kulturelles Eigentum
  2. Projektseminar

Neue Stelle: Postdoc an der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde, Bonn

30.09.2015 · Kommentare · Tags: news

Anfang Oktober trete ich eine neue Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter/Postdoc am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie (Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn an. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den neuen KollegInnen und Studierenden im kommenden Wintersemester!

Neue Rezension: Reiseziel: immaterielles Kulturerbe (H-Soz-Kult)

29.09.2015 · Kommentare · Tags: news, reviews

Auf H-Soz-Kult ist soeben meine Rezension1 von „Reiseziel: immaterielles Kulturerbe“,2 herausgegeben von Marc-Antoine Camp, Sabine Eggmann und Barbara Taufer erschienen.


  1. Groth, Stefan (2015): Review of Marc-Antoine Camp, Sabine Eggmann and Barbara Taufer, eds. Reiseziel: immaterielles Kulturerbe. Ein interdisziplinärer Dialog. In: H-Soz-Kult. Online: http://www.hsozkult.de/searching/id/rezbuecher-24131?title=m-a-camp-u-a-hrsg-reiseziel-immaterielles-kulturerbe. (Details). Auch als PDF verfügbar. 

  2. Camp, Marc-Antoine/Eggmann, Sabine/Taufer, Barbara (Hrsg.) (2015): Reiseziel: immaterielles Kulturerbe: Ein interdisziplinärer Dialog. Zürich. (Details

Neue Publikation: Common Ground and Missing Links: German Volkskunde and Language (Anthropological Journal of European Cultures)

28.07.2015 · Kommentare · Tags: news, publications

Mein Artikel “Common Ground and Missing Links: German Volkskunde and Language”1 über die Beziehungen zwischen deutschsprachiger Kulturanthropologie und sprachanalytischen Ansätzen ist vor Kurzem im peer-reviewten Anthropological Journal of European Cultures erschienen:

Language and its relation to culture has been a topic of research in German Volkskunde [folklore studies] from the beginning of the discipline. While dialectological studies, linguistic specificities of local cultures and language in everyday life have been integral parts of Volkskunde for much of the first part of the twentieth century, the discipline saw a shift away from its philological elements towards a social science orientation in post-Second World War developments. During the last decades, the analysis of linguistic dimensions of everyday culture has been on the margin of scholarly activities in Volkskunde. Starting with a historic perspective on the role of language in the beginnings of the discipline, this article discusses the development and decrease of the study of linguistic aspects. It analyses the role of language in contemporary German Volkskunde both in theory and methodology, and offers perspectives on how the discipline could benefit from a renewed focus on linguistic dimensions of everyday culture.


  1. Groth, Stefan (2015): Common Ground and Missing Links: German Volkskunde and Language. In: Anthropological Journal of European Cultures 24/1, S. 24–41. (Details

Neue Publikation: Between Society and Culture. Recognition in Cultural Heritage Contexts

15.07.2015 · Kommentare · Tags: news, publications

Mein Artikel “Between Society and Culture. Recognition in Cultural Heritage Contexts”1 ist im Sammelband “Between Imagined Communities and Communities of Practice: Participation, Territory and the Making of Heritage”, herausgegeben von Nicolas Adell, Regina F. Bendix, Chiara Bortolotto und Markus Tauschek, erschienen.


  1. Groth, Stefan (2015): Between Society and Culture: Recognition in Cultural Heritage Contexts. In: Between Imagined Communities and Communities of Practice: Participation, Territory and the Making of Heritage. (= Göttingen Studies in Cultural Property). Göttingen. S. 59–81. (Details

Neue Publikation: Kultur als Eigentum (Sammelband)

27.06.2015 · Kommentare · Tags: news, publications

Der Sammelband “Kultur als Eigentum: Instrumente, Querschnitte und Fallstudien”1, den ich zusammen mit Regina F. Bendix und Achim Spiller herausgegeben habe, ist soeben im Universitätsverlag Göttingen erschienen. Hier der Klappentext:

Im Zeitalter verknappender Ressourcen ist Kultur – beispielsweise in Form von traditionellem Wissen oder Kulturerbe – in den Brennpunkt wirtschaftlicher, politischer wie ideeller Interessen gerückt. Die Rechte an Eigentum oder Nutzung solcher Kulturgüter werden von internationalen Bühnen bis zu lokalen Schauplätzen verhandelt und implementiert. Nach sechs Jahren intensiver, interdisziplinärer Zusammenarbeit legt die DFG-Forschergruppe 772 („Die Konstituierung von Cultural Property: Akteure, Diskurse, Kontexte, Regeln“) einen mehrgliedrigen Ergebnisband zu diesem wichtigen, spätmodernen Phänomen der Konstituierung kulturellen Eigentums vor. Ein erster Teil bietet griffige Vorstellungen verschiedener internationaler Instrumente und Arenen, in denen Handhabung von Schutz und Inwertsetzung von Kultur im Mittelpunkt stehen. Der zweite Teil versammelt Beiträge, die zentrale Handlungsmotive und Legitimationsweisen der Inwertsetzung von Kultur erörtern und Konzepte, die dabei von besonderer Relevanz sind, durchleuchten. Im dritten Teil werden Ergebnisse aus den verschiedenen Teilprojekten der Forschergruppe vorgestellt.

Meine Beiträge im Sammelband:

  • Groth, Stefan/Bendix, Regina F. (2015): Cultural Property: Interdisziplinäre Forschung zu einem dynamischen Feld. In: Groth, Stefan/Bendix, Regina F./Spiller, Achim (Hrsg.): Kultur als Eigentum: Instrumente, Querschnitte und Fallstudien. (= Göttingen Studies in Cultural Property). Göttingen. S. 1–13. (Details)
  • Groth, Stefan/Stoll, Peter-Tobias/Sanmukri, Miriam (2015): Das zwischenstaatliche Komitee der WIPO zu geistigem Eigentum an traditionellem Wissen, traditionellen kulturellen Ausdrucksformen und genetischen Ressourcen. In: Groth, Stefan/Bendix, Regina F./Spiller, Achim (Hrsg.): Kultur als Eigentum: Instrumente, Querschnitte und Fallstudien. (= Göttingen Studies in Cultural Property). Göttingen. S. 17–29. (Details)
  • Groth, Stefan/May, Sarah (2015): Von Schutz bis Verwertung: Zielsetzungen und Begründungsmuster von Rechtsinstrumenten im Bereich kulturellen Eigentums. In: Groth, Stefan/Bendix, Regina F./Spiller, Achim (Hrsg.): Kultur als Eigentum: Instrumente, Querschnitte und Fallstudien. (= Göttingen Studies in Cultural Property). Göttingen. S. 99–118. (Details)
  • Groth, Stefan/Döpking, Lars (2015): Clustering Justice: Über normative Dimensionen kulturellen Eigentums. In: Groth, Stefan/Bendix, Regina F./Spiller, Achim (Hrsg.): Kultur als Eigentum: Instrumente, Querschnitte und Fallstudien. Göttingen. S. 413–444. (Details)

  1. Groth, Stefan/Bendix, Regina F./Spiller, Achim (Hrsg.) (2015): Kultur als Eigentum: Instrumente, Querschnitte und Fallstudien. (= Göttinger Studien zu Cultural Property). Göttingen. (Details